
Der Gulp kann ganz schön froh sein, dass ich ihn überall mit hin nehme. Seine Eltern, wie sich der eine oder andere eifrige Leser vielleicht noch erinnern kann, haben ihn ja ziemlich stiefmütterlich behandelt. Er hat nie etwas bekommen im Leben außer Geld, um für seine Eltern Zigaretten zu holen.
Wir waren jetzt jedenfalls eine Woche in Berlin und das war wirklich sehr schön. Nicht nur wegen der Konzerte, die ich spielen konnte, sondern besonders auch wegen der netten Leute, die ich wiedergetroffen oder kennengelernt habe.
Im Einzelnen will ich da jetzt gar nicht drauf eingehen, das wäre viel zu viel, aber ich möchte doch präsentieren, was auch für euch interessant sein könnte.
Und da ich von einigen gehört habe, dass sie keinen Nerv haben, so ellenlange Texte wie diesen zu lesen, gibt es die "Gulp und Karo präsentieren tolle Sachen in und aus Berlin"-Tipps ab morgen oder so. Ich bin ja immer noch auf Wohnungssuche, da hat man nicht immer so viel Zeit was in so einen ominösen Blog zu schreiben.
Ein Bildchen zum Schluss, für alle, die es bis hierher geschafft haben:

nichtlustig.de
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Vielen Dank an die beiden Katharinas, Amalie und die Frau mit den roten Haaren, Oliver Hummel (nikolaushaus.de) und Tilman Dominka (seenandnotseen.de)
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Dies ist ein Link:
http://www.br-online.de/on3radio/festivalheimat/on3radio-festival--DID1220955453533/gratis-mp3-karo-singer-songwriter-ID671202494995640418.xml
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Eigentlich habe ich für so 'nen Kram keine Zeit, aber man kann nicht immer nur keinen Spaß haben, wenn man schon keine Wohnung findet, die bezahlbar ist oder bewohnbar... (ja, ihr lest es richtig zwischen den Zeilen, ich hocke immer noch ohne Alternative in der Schimmelbude.)
- She & Him - Why Do You Let Me Stay Here (in all dem Schimmel...)
- Camera Obscura - Get Out (of this Haus)
- M. Ward - To Go Home (would be soooo schön!)
- Feist - 1234 (Umzüge)
- The Perceptionists - Let's Move (!)
- The Black Heart procession - Exit Out
- The Mentally Ill - Not Quite Dead Yet (aber bald...)
- The Rosebuds - Get Up Get out (do I see a pattern here?)
- Butcher the Bar - Leave This Town (wäre 'ne Option...)
- Shout Out Louds - Tonight I Have To Leave It (dieses Haus, was sonst...)
- 120 Days - Get Away (ok, it's a pattern alright...)
- Depistado - Burning House (wäre wahrscheinlich für den Vermieter die beste Option...)
- The American Analog Set - Hard To Find (a new Zuhause)
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Wenigstens ist der Schimmelgeruch in der Wohnung nicht mehr so schlimm, seit ich die Tür zum Schlafzimmer mit Gaffa-Klebeband luftdicht versiegelt habe.
Der Gulp hat seine Hilfe angeboten und lässt sich in Wochenendkursen zum Schimmel-Gutachter ausbilden. Er hofft, dass ihm das mehr Fähigkeiten vermittelt als die Wochenendkurse der Deutschen Vermögensberatung, die ihre Berater praktisch nur mit ihrem eigenen Menschenverstand ausgestattet auf die Anlagewilligen loslässt. Dass Menschen mit gesundem Menschenverstand sich nicht in Wochenendkursen zu Vermögensberatern ausbilden lassen, sollte klar sein. Ganz unabhängig von der Finanzkrise.
Und ja, I'm on a rampage...
The Presets - This Boy's in Love
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Der Schimmel ist nicht nur oberflächlich und nicht nur im Schlafzimmer.
Ich würde ja lieber wieder Gulps und Füchse zeichnen, Musik aufnehmen, Gedichte schreiben, Sachen im Internet finden und solche Späße, aber es scheint mir nicht vergönnt zu sein. Naja, jetzt bleiben wir erst mal noch kurz, aber weiter auspacken tun wir nicht. Aber es muss schnell ne Lösung her, denn ich kriege schon wieder unschönen Husten. Hoffentlich nicht vom Schimmel. Besonders ärgerlich: nach all dem Ärger mit Vermietern etc. ist der jetzige eigentlich ein richtiges Goldstück...
Passend zum Thema The Moldy Peaches mit Lucky Number 9, und ich will einfach mal hoffen, dass das nicht die Glückszahl für Umzüge ist...
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Erholung von Krankheit Kisten schleppen Kisten auspacken Regale aufbauen Waschmaschine anschließen Löcher bohren Schränke lackieren Schimmel im Schlafzimmer Schlafen im Wohnzimmer Einladung zum on3radio Festival im Funkhaus in München riesige Spinne gefangen und 60 m vom Haus entfernt ausgesetzt (sonst findet sie zurück)
Yo La Tengo - Today is the Day
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Ich schau's auf Englisch, kann nicht sagen, wie es auf deutsch ist (wahrscheinlich wie die meisten Serien nicht halb so witzig), aber so im Original ist es eine der besten Serien, die ich seit langem gesehen habe.
Tschüs.
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... was heißt es da eigentlich "auch" auf der Seite von Schöftland?
So viel gute deutsche Musik aus Deutschland kenne ich nicht, dass man hier so ein weit greifendes Adverb bemühen sollte. Und wenn es gut ist, dann ist es meistens von den Großen oder mit fetten Beats und seltenst jenseits von einer gewissen Indie-Antihaltung oder Partypolemik lyrisch ansprechend.
Noch seltener ist es dann gute Popmusik. Ganz ehrlich, ich bin meistens sehr sehr peinlich brührt von deutscher Popmusik (sei sie mit deutschen oder englischen Texten). Popmusik ist ohnehin so schwer. Da muss man viel hergeben und es darf nicht zu befindlich sein. Deshalb ist deutsche Musik auch immer so erzählerisch, so selten musikalisch...
Na jedenfalls, Schöftland gefällt mir total gut. Total. Und ich kann den Finger nicht drauf legen, nicht ganz. Dass es richtig gute Musik ist, ja, und die Texte auch, ja, aber da ist noch mehr...
Klar, perfekt ist es nicht und manchmal, ganz selten, möchte ich ihnen ein Wort entreißen und nur gegen Lösegeld und Versprechen auf eine bessere Unterbringung in einem anderen Text wieder freigeben, aber: Mann, mir gefällt's.
Anhören:
www.myspace.com/schoeftland

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Unter heftigen Protesten lässt sich der Fuchs überreden, mit dem kleinen Zeh einen Millimeter an die Spinne heranzurobben und an dem weiteren Verlauf des Versuchs teilzunehmen.
Dazu wird er mal wieder verkabelt und muss eine virtuelle Brille aufsetzen,

worin er ein "originalgetreues" Abbild der Realität des Raumes, in dem er sich befindet, sieht.




Zu allem Überfluss hat der Fuchs nun auch noch Angst vor der eigenen Schnauze...
Und die Moral von der Geschichte: Da der Fuchs den Versuch abgebrochen hat, gab es natürlich auch keine 16 Euro und deshalb zum Mittagessen wieder nur Wurzeln und Würmer, weshalb man im Leben immer lieber am eigenen Leib eine Spinnephobie vortäuschen sollte als einen furchtsamen Fuchs vorzuschicken um zu garantieren, dass etwas Genießbares auf den Tisch kommt.
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Und dann hier als Kommentar posten, bitteschön. Dankeschön.
Ich hab das schon mal vorbereitet:

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Es gibt Hühner zu rupfen. Aber der Gulp wird sich vornehm zurückhalten und gespielte Empörung nicht die Oberhand gewinnen lassen. Stattdessen wird er sich einfach mal wieder selbst therapieren. Ob das Ergebnis ähnlich ausfallen wird, wie wenn Friseusen sich selbst die Haare schneiden? Oder Chirurgen sich selbst operieren? Hoffentlich weniger blutig...
Da sagt doch neulich jemand zum Gulp, dass man sowieso und ohnehin wird wie seine Eltern. Das ist ja durchaus eine Beobachtung, die der Gulp schon selbst getätigt hat, jedoch findet er, das muss nicht zwangsläufig so sein.
Der erste Schritt in die richtige Richtung ist wohl, dass man sieht, dass man dadurch genau wie seine Eltern wird, dass man nicht so sein will wie sie. Denn die Eltern wollten ja auch nicht sein wie die Großeltern. Dadurch rennt man verzweifelt in die andere Richtung, bis man ernüchtert auf den Boden der Realität schlägt und plötzlich doch auch ein Haus und Versicherung und Edelpastetenaufstrich will, falls man das nicht von Anfang an schon wollte.
Dann außerdem ist es ja auch normal, dass man so ist wie seine Eltern, da die moderne Sozialvorstellung es aufoktruiert, dass Eltern sich um ihre Kinder kümmern. Früher waren die viel mehr mit anderen Verwandten, Nachbarn und Freunden zusammen (und die Eltern auch). Manchmal hat man doch sogar alleine auf dem Acker gespielt. Das ist wiedemauchsei alles längst vorbei und die Familie von heute gleicht einem inzestuösen Symbiosegeflecht. Bäh.
Dr. Dr. Gulp hat also folgenden Rat, für jeden, den es interessiert: akzeptieren, dass man ist, wie die Eltern. Dann die guten Sachen beibehalten und die schlechten im Auge behalten, langsam ändern. Beweglich bleiben im Hirn. Nicht so viel Angst haben, wird schon alles. Ehrlich. Erklärt der Gulp feierlich und hat wie immer Recht.
SOOO, und jetzt die obligatorische Empfehlung, die ein wenig Spaß in die Angelegenheit schleust:
FM4, österreichischer Musiksender, zu empfangen in Österreich (ha) und im Internet:
http://fm4.orf.at/static/stream/index.html
UND, total witzig die Podcasts. Besonders zu empfehlen der Ombudsmann und für Leute mit viel Sitzfleisch die Talkshow-Satire Projekt X. Der Gulp hat das hier mal für euch vorbereitet:
http://static.orf.at/podcast/fm4/fm4_ombudsmann.xml
http://static.orf.at/podcast/fm4/fm4_projekt_x.xml
Dann viel Spaß noch. Oh, und wer tatsächlich bis hier unten gelesen hat, der könnte ja mal in die Shoutbox nebenan was schreiben. Einfach weil's nett ist. Danke.
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Das sollte eigentlich mal wieder Dr. Gulp auf den Plan rufen. ABER: Niemand konsultiert ihn. Er möchte am liebsten auch mal wieder ein echtes Problem. Er weiß, er redet so locker flockig daher, aber in Wirklichkeit interessieren ihn die schwierigen Dinge des Lebens. Legt euch 'ne geheime Emailadresse an, verwendet ganz schlechte Rechtschreibung oder schreibt zur Abwechslung mal gut, denkt euch einen Akzent aus oder bleibt sonstwie anonym, aber Dr. Gulp braucht Arbeit. Arbeit macht frei. Außerdem macht Arbeit auch Brei. Und Blei. Und... ach lassen wir das. Hier ist die Emailadresse, an die niemand schreibt außer Penisvergrößerungsabzockermenschenmaschinen und GMX Best Price Magazin (immerhin redet man ihn höflich mit "Herr Gulp" an): der-gulp[a-mit-kringel-drummerum]gmx.de
Folgendes beame ich heute aus der Zaubermottenkiste des Vergessens zurück in die Zukunft:
Manic Street Preachers - Ocean Spray
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